Kanalarbeiten
Nachdem es uns auch ohne ständigem Plache montieren nicht mehr auf den Kopf und ins Haus regnen konnte und das Fest zum Teilerfolg gefeiert war, gönnten wir uns mal eine Baupause. Etwas Ruhe war wichtig und gut. Die nächste Bauetappe führte in den Untergrund.
Neue Leitungen in alle Richtungen - für Frischwasser, Abwasser, Strom, Solaranlage, Internet,... - für den bestehenden und den neuen Betrieb. Der Leitungsplan sieht entsprechend kompliziert aus und der Zeitplan zumindest teilweise auch, schliesslich muss bestehendes teils ersetzt werden, während die WC-Spühlung rund um die Uhr funktionieren muss. Gut wenn da vor lauter Denkarbeit auch die praktischen Arbeiten nicht zu kurz kommen.
Zuerst muss der Boden und viel Beton weg. Da braucht es einen Spitzhammer, einen Bagger und tolerante Mitbis und Nachbar:innen. Denn es ist laut. Darunter öffnet sich uns wieder ein Stück zusätzliche Geschichte zur Grabepinte. Marode Leitungen ins Irgendwo, alte Güllenlöcher, Kuhzähne,... Und - wie beim Dach - ein weiteres Bild, wie was wann wohl gebaut oder gepagglet wurde.
Nachdem wir im neuen Wohnbereich genügend tief gegraben haben und sämtliche Abwasserleitungen richtig platziert sind, kommen 40m3 Misopor darauf. Was aussieht wie Schotterstein ist federleicht, kapillartrennend und isolierend. Viele helfende Hände fürs komprimieren, schaufeln, baggern und klare Ansagen vom Mann am Brett zum ausnivellieren.
Unser ehemaliges Reduit und das für die Grabepinte-Zeit eingebaute Doppel-WC müssen dem neuen Energieraum weichen. Hier kommen sämtliche Strom-, Heisswasser- und Internetleitungen zusammen, es gibt ein grosser Heisswasserspeicher und ein kleines WC. Nach dem Abbruch wird gut ersichtlich, dass alles mal eine Räucherkammer war. Wie das Gebäude ursprünglich von aussen ausgesehen hat, wissen wir aber leider nicht.